Tagebuchbericht Buchmesse Leipzig 2013

Eine Odyssee und die Angst um die Akku-Kapazität

Freitag, 15.März 2013

Um 5 Uhr klingelt mein Wecker. Wie immer führt mich mein erster Gang zu meiner Hündin Kira und dann Kaffee kochen. Kann es immer noch nicht so richtig glauben, dass es heute tatsächlich so weit sein soll – ich werde meine erste Buchmesse besuchen und hoffentlich viele meiner wunderbaren Büchermenschen treffen!! Die Anspannung steigt und vor allem der Gedanke, bloß nichts zu vergessen. Bahn- und Eintrittsticket? Stecken in der „Messetasche“!
„Asche & Phönix“ zum signieren? Im Rucksack!
EC-Karte? Steckt in der Handytasche! Perfekt 🙂

Moment…wo ist das Handy?!! Ach richtig, habe ich ja in der Hand!
Schnell noch einmal meinen momentanen Status auf Twitter mitteilen und los geht’s zur Regionalbahn.

7:30 – der Zug rollt langsam in Lemgo los. Noch ein Foto aus dem Fenster zum Abschied und per Instagram geteilt. Akkuleistung bei 90 % – sollte reichen, wenn ich nicht zu viel rumdaddel und im ICE kann ich bestimmt aufladen (hätte ich mich mal daran gehalten)
Einige Nachrichten trudeln noch ein, dann widme ich mich meinem Buch „Nachtzug nach Lissabon“

8:30 – Ankunft Bielefeld Hbf Gleis 6. Schnell raus und rüber zu Gleis 2, Ankunft des ICE ist für 8:38 vorgesehen! Mein Handy meldet sich – Email der Deutschen Bahn! Aha, eine Info über Fahrplanabweichungen…klappt ja super. Dann lese ich den Stimmungskiller, der nun wie auf Kommando auch von der Bahnhofsstimme verkündet wird : der ICE 543 wird voraussichtlich 15 Minuten später eintreffen! Neeeein!! Mein Anschluss in Hannover lässt aber nur maximal 8 Minuten zu! Schon steigen in mir Zweifel auf, ob die Entscheidung, mit dem Zug zu fahren, nicht doch falsch gewesen ist (war sie nicht! Der Preis und die zusätzliche Lesezeit hat die Verspätung nicht aufgewogen 😉 )
Die nächste Zeit bin ich nun damit beschäftigt, am Handy die Seite der Bahn ständig zu aktualisieren und die angebotenen Alternativen zu prüfen (ihr erinnert Euch noch an meine Akkuleistung?!) Inzwischen sind 10 Minuten vergangen und die Verspätung hat sich verändert-es sind jetzt 25 Minuten!
Endlich rollt der ICE ein und nach einem kurzen Blick auf meine Platzreservierung steige ich in einen der Wagen ein…ich kann ja dann zu meinem Platz durchgehen. Der ICE fährt an und ich schnapp mir den nächsten Zugbegleiter, um ihn nach meinem Platz zu fragen.
„Wagen 22?! da sind sie in den falschen Abschnitt eingestiegen! Durchgehen können die jetzt nicht mehr!“
Hurra! ich stelle mich also mit meiner Platzreservierung in den Verbindungsbereich zwischen 2 Wagen und schnappe mir mein Handy (75%) um die Bahnseite zu aktualisieren. Ich könnte nun alternativ mit dem ICE weiter durchfahren oder warte in Hannover auf den nächsten IC nach Leipzig, was ich letztlich aufgrund meiner Berechtigung für vernünftig halte. Buch lesen ist im stehen ja irgendwie nicht so toll…mal sehen, was bei Twitter los ist!

9:45 – Ankunft Hannover Hbf Gleis 9. der IC nach Leipzig fährt um 10:36 von Gleis 10. Es ist recht kalt und einen Kaffee könnte ich auch vertragen. Also runter in den Bahnhof, über Foursquare meine Ankunft in Hannover mitteilen und dann…ohh, ein Starbucks wird angezeigt!! Hat die Verspätung doch was Gutes! Rein in den Laden, kurz der Empfehlung von Karla erinnert und nach ein paar Minuten halte ich tatsächlich meinen allerersten „Chai-Latte mit Shot“ made by Starbucks in den Händen! Hachz…köstlich! 🙂
Der Blick aufs Handy zeigt mir noch 20 Minuten bis zur Ankunft des IC…also mal eben noch ein Foto vom Kaffebecher gemacht und über Foursquare die Tatsachen meines „Verlustes der Jungfräulichkeit“ mitgeteilt! (Akku 50 %)

10:36 – Abfahrt mit dem IC 2035 Richtung Leipzig. Trotz verlorenem Anspruch durch meine Sitzplatzreservierung rät mir die nette Zugbegleiterin, bis ganz vorne durch zu gehen, da ist noch was frei. Tatsächlich komme ich sogar in den Genuss einer Doppelsitzbank für die fast 2 1/2 Stunden! Yeah!
Mal kurz an diversen Stellen meinen Status mitteilen…ahh! Der Akku steht bei 35 %!! Jetzt bloß alles soweit möglich deaktivieren und nichts mehr schreiben! Ich nehme mein Buch raus und lese weiter…

13:19 – Ankunft Leipzig Hbf Gleis 18. Erstmal orientieren. Hmm…schade, dass man für ortsunkundige keine besonderen Hinweisschilder zur Messe aufgestellt hat. Also mal bei der Info nachgefragt. Ich entscheide mich für die Straßenbahn, will aber vorher noch Mandys Rat befolgen und meinen Rucksack im Schließfach verstauen. Nach ein wenig Sucherei werde ich dann auch fündig. Rucksack rein, raus aus dem Bahnhof und zur Haltestelle der Straßenbahn. Ahh, jetzt bloß aufpassen, dass ich in die richtige steige (diese Erkenntnis sollte mir am Samstag dann nicht vergönnt sein).
Es gibt sogar noch Sitzplätze. Also mal das Handy raus und kurz meine Ankunft mitteilen…jetzt wird es wirklich eng, der Akku zeigt nur noch 15 %! Ich sehe schon die Treffen auf der Messe, welche einzig auf der Basis des elektronischen Austausches bestehen, massiv gefährdet.
Am Messegelände angekommen, geht es geradewegs zum Eingang des imposanten „Gewächshauses“ im Zentrum, welches die Ausstellungshallen verbindet. Nun zeigt sich nicht nur, dass mein Akku zum Problem wird, sondern das völlig überlastete Netz die Verbindung zu meinen lieben Menschen zusätzlich erschwert. Dieses hat für mich einen besonders bitteren Beigeschmack, da in mir gleich die Befürchtung wächst, dass man meinen könnte, ich will mich nicht melden…

Erste Begegnungen

Messefreitag Teil 2
14:30 – die Jacke ist schnell an der Garderobe abgegeben. Insgesamt entspricht der Besucherandrang heute in etwa meinen Erwartungen…es ist gut besucht, aber man kommt gut voran. Natürlich führt mich mein erster Weg zu meiner lieben Blogpartnerin Mandy, welche in der Halle 3 an einem Verlagsstand ihren Dienst verrichtet! Dank des Messeführers finde ich mich schnell zurecht und stehe wenige Minuten später vor dem entsprechenden Stand, an dem ich Mandy in ein Kundengespräch vertieft entdecke. Nun hat sie mich auch entdeckt und es folgt eine kurze aber herzliche Begrüßung! Während sie sich zunächst wieder dem Stand zuwenden muss, erkunde ich die benachbarten Stände ein wenig, insbesondere den von Goldmann. Sofort überkommt mich wieder das Verlangen, intensiv zu stöbern und die ersten Bücher einzupacken 😀
Aber ich als Meister der Selbstbeherrschung kann dem natürlich wiedererstehen und kontaktiere (für diesen Tag das letzte Mal 😦 ) mein Handy…Akkuleistung 5% ! Ein letzter Versuch, eine Nachricht abzusenden scheitert. In der Hoffnung, vielleicht später noch eine Steckdose zu finden, schalte ich es komplett aus. Ich gehe zurück zu Mandy und nach einer erneuten Begrüßung und der ernüchternden Tatsache, dass sich auch am Stand keine Steckdose zum Aufladen zweckentfremden lässt, habe ich Gelegenheit, meinen Reisebericht zum besten zu geben. Ich bin noch nicht ganz am Ende, da entdecke ich im Augenwinkel jemanden, die sich dem Stand nähert und uns offenbar zu kennen scheint. Nun sehe ich genauer hin und nicht nur durch das T-Shirt ist mir jetzt klar, wer sich da auf uns zubewegt : Diana von Lilienlicht! Groß ist die Freude und entsprechend herzlich die Umarmung 🙂 schon im Vorfeld der Messe hatte wir Nummern ausgetauscht, um uns bezüglich eines Treffens abstimmen zu können. Nun hat es trotz „Verbindungsproblemen“ trotzdem geklappt. Da Diana wegen einer Lesung weiterziehen will, verabreden wir uns später zu der Fitzek-Lesung, welcher praktischerweise seinen eigenen Stand fast nebenan hat (leider war es das letzte Mal, dass wir uns auf der Messe gesehen haben, da dieses Treffen nicht zustande gekommen ist und auch am folgenden Tag sämtliche Bemühungen zu einer weiteren Begegnung -unter Einbeziehung der lieben Janine von basteloes– aufgrund der Datenübertragung leider gescheitert sind…hätten wir das zu dem Zeitpunkt bloß schon gewusst…aber es war trotzdem eine tolle Begegnung, die den sympathischen Eindruck nur noch bestärkt hat 🙂 )
Da Mandy sich nicht vom Stand freimachen kann, ziehe ich selber los und erkunde die Halle 3 nun intensiver. Absolut beeindruckend und der für mich schönste Stand der Messe : Droemer Knaur!! Nicht nur dadurch, dass er alles überragt und in knalligem Orange gehüllt ist. Die meterhohen Bücherwände lassen mich sofort von einer lichtdurchfluteten Galerie mit dieser Installation in meinem eigenen Haus träumen! Ich kenne den Stand ja schon von Fotos von der Frankfurter Buchmesse, aber live ist er noch beeindruckender! Gleich daneben -etwas versteckt und unscheinbar- entdecke ich dann auch den Stand von Sebastian Fitzek, welcher in der Optik einem Behandlungszimmer ähnelt. Ein Blick auf den installierten Monitor zeigt mir, dass soeben eine Lesung stattgefunden hat, was auch die Menschentraube erklärt. Ich entdecke Herrn Fitzek etwas verborgen hinter einem Vorhang sitzend. Auf der anderen Seite des Vorhangs sitzen zwei junge Damen deutlich angespannt in Erwartung dessen, was auch immer gleich passieren wird. Ich will mich schon zum weitergehen abwenden und schweife mit meinem Blick noch kurz über das Gesicht der linken Dame…kenne ich die nicht…dieses Lächeln…da ist doch…ja! Da sitzt Anka von Ankas Geblubber 🙂 da sich diese Aktion aber offensichtlich noch länger hinziehen wird, beschließe ich erstmal weiter zu gehen und gebe mich nicht zu erkennen (Anka, kurioserweise warst Du neben Mandy die einzige Person, der ich damit an allen 3 Tagen begegnet bin, obwohl wir uns im Vorfeld diesbezüglich nicht verabredet hatten! Und soviel sei hier noch mal erwähnt : Du bist in real wirklich noch sympathischer als Du es in deinen Videos bist und es war mir eine große Freude, dich kennenzulernen 🙂 )
Ich erkunde die Halle 3 noch ein wenig und gelange schließlich in den Bereich, der den Hörbüchern und -spielen vorbehalten ist. An der „Leseinsel“ zeigt ein Monitor die folgenden Programmpunkte an und mein Blick bleibt sofort an dem folgenden hängen : Oliver Rohrbeck referiert zu ungekürzten Hörspielen! Justus Jonas! Drei ??? ! Seine Stimme begleitet mich schon durch mein gesamtes Leben! Da muss ich einfach zuhören! Der Blick auf die Uhr am Monitor (mein Handy ist…na ihr wisst schon) zeigt mir, dass es noch 15 Minuten bis dahin sind. Ausreichend Zeit, sich noch einen Kaffee zu organisieren. Sehr geschickt empfinde ich die Verteilung der Verpflegungsbereiche, welche sich in allen Hallen jeweils in den hinteren Ecken der Hallen befinden. Nur 3 Personen vor mir trennen mich von dem begehrten Getränk. Andeutung des jungen Mannes hinter dem Tresen in Richtung seiner Kollegin bezüglich „irgendwie eklig“ im Zusammenhang mit dem Milchtank der Maschine ignoriere ich geschickt…wollte den Kaffee ohnehin schwarz. Nun wieder zurück zur Insel und fast zeitgleich trifft auch Herr Rohrbeck ein, der sich sofort durch seine offene Art bei der Standbetreuung beliebt macht (das muss einfach an der Frisur liegen 😉 ) Dieser sympathische Eindruck setzt sich auch bei dem Vortrag fort, in dem er zunächst alleine, später durch eine Kollegin unterstützt, die Entwicklung des ersten ungekürzten Hörspiels in seinem Hörverlag „LauscherLounge“ anschaulich und mitreißend beschreibt : das Kind von Sebastian Fitzek! Dieser lässt es sich auch nicht nehmen, diesem Vortrag selber zu folgen und gibt zum Schluß auch noch einige Eindrücke aus der Sicht des Autors wieder. Sehr gelungene Veranstaltung! 🙂

Suppenbar und Kannibalen

Freitag 17:00
Nach ein paar kurzen Streifzügen durch Halle 2 und 4 gehe ich wieder zu Mandy in Halle 3. Dort steigt gerade ein Sektempfang und letztlich lasse ich mich überreden, ebenfalls zu den belegten Brötchen zu greifen. Ein kleiner Smalltalk und noch ein paar kurze Abstecher zu den benachbarten Ständen und schon ist die offizielle Messe-Schließzeit erreicht. Für den heutigen Abend steht noch der erste meiner weniger fest geplanten To-Do’s an…der Besuch einer Lesung mit der wunderbaren Stefanie Maucher! Ich bin sehr froh, dass Mandy mich begleitet…wer weiß, wo ich sonst landen würde (wie sich noch zeigen wird, war dieses Misstrauen in meine Fähigkeiten was Orientierung anbelangt absolut berechtigt). Wir verlassen die Messe und quetschen uns in die völlig überfüllte S-Bahn. Der Plan ist, am Bahnhof meinen Rucksack aus dem Schließfach zu holen und dann weiter zu der Soup Bar“ – der Veranstaltungsort für die Lesung. Den Weg vom Bahnhof dorthin gehen wir zu Fuß und Mandy nutzt die Gelegenheit und zeigt mir ein wenig von ihrem Leipzig. Wir sind gut in der Zeit, als wir bei der kleinen Gaststätte ankommen. Ein kurzer Blick zu den wenigen besetzten Tischen und schon habe ich Stefanie entdeckt…und sie uns! Die Freude ist groß und nach der herzlichen Begrüßung setzen wir uns an einen Tisch, welcher eigentlich reserviert ist (der aber im Laufe des Abends zu unserem wurde und sich auch niemand gezeigt hat, der ihn uns streitig machen wollte) und sofort sind wir mitten in einem Gespräch. Die Sympathie für Stefanie, welche ich schon seit dem ersten Kontakt mit ihr vor über einem Jahr empfinde, hat sich durch diesen Abend noch mehr gefestigt! Du bist wirklich großartig 🙂
Während wir da so zusammensitzen füllt sich der Laden weiter und unsere kleine Tischgemeinschaft bekommt Zuwachs : Kathleen (ebenfalls Autorin, Gastronomieexpertin und zudem ein Mensch, den man sofort ins Herz schließt) und der Lebensgefährte von Stefanie (ebenfalls Autor und mit einem trockenen Humor gesegnet, der viel Freude bereitet) vervollständigen unsere Runde. Ein eifriger Austausch findet statt und der Wein trägt zusätzlich zu dem Gefühl der Gemütlichkeit bei. Dann wird Stefanie vom Veranstalter freundlich daran erinnert, dass sie jetzt mit der Lesung beginnen. Ach stimmt, deswegen sind wir ja eigentlich hier! 😀
Neben Stefanie lesen noch 3 andere Autoren einen Abschnitt ihrer Geschichte, welche sich in dem Buch „Mängelexemplare“ wiederfinden lässt.

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Die Köstlichkeiten, die einem neben der Suppe (ich hatte übrigens eine mit Putencurry…Super lecker!!) von den Autoren präsentiert wurden, waren nichts für einen empfindlichen Magen. Nur soviel : sogar ich habe mich kurzzeitig, während der Erzählung kannibalistischer Betätigungen, bei dem Gedanken erwischt, ob möglicherweise eine der Personen Anteil an der Zubereitung meiner Suppe hatte! Letztlich hat mich natürlich besonders die Geschichte von Stefanie begeistert…ich mag einfach ihre Art, wie sie schreibt (ihr müsst unbedingt „Kalte Berechnung“ von ihr lesen!!). Im Kontrast zu ihrer Geschichte hat uns einer der anderen Autoren sowohl mit seiner Geschichte als auch mit seiner Art eine ganz anderen Art von Grusel beschert…ich zumindest musste mir das Lachen einige mal massiv verkneifen! Trotz dieses Ausrutschers habe ich mir das Buch gerne gekauft (zumal in limitierter Ausgabe als Hardcover) und von den anwesenden Autoren signieren lassen.

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Danach startet Lesung Vol.2, bei der jeder Autor noch etwas aus seinen eigenen Büchern präsentiert. Besonders freut es mich, dass Stefanie sich nicht verkneifen kann, eine Passage aus ihrem Franklin zum besten zu geben 😀 Danach dann noch ein Ausschnitt aus ihrem Buch „Fida“, das demnächst veröffentlicht wird und welches ich schon sehnsüchtig erwarte (falls Du das hier lesen solltest Stefanie, ich hoffe, Du bedenkst mich wieder mit einem signierten Exemplar ). Ich hätte in dieser Runde auch die ganze Nacht verbringen können…ein toller Abend! Danke nochmals an Stefanie, Kathleen und Carlo 🙂
Da speziell Mandy ja am nächsten morgen wieder früh zu ihrem Messedienst muss, signalisieren wir unseren Willen zum Aufbruch und Carlo und Stefanie sind so lieb und bringen uns mit dem Auto bis vor die Haustür.
Die Schlafcouch für mich wird noch schnell vorbereitet. Ich versorge mein Handy mit dem langersehnten Strom, checke die zahlreichen Nachrichten, welche in der Zwischenzeit aufgelaufen sind. Dann noch den Wecker gestellt und ein wunderbarer erster Messetag ist zu Ende…

Wunderbare Begegnungen

Samstag, 16.03.13 – mein 2. Messetag

6:30 – mein Wecker meldet sich. Sogar für mich heute eindeutig zu früh! Gedanklich gehe ich noch einmal die wichtigen Punkte für den heutigen Messebesuch durch : 1) gleich um 10:30 Treffen mit Steffi im Congress Center, verbunden mit der Hoffnung, Kathrin Weßling vor ihrem Vortrag für eine Widmung in ihrem tollen Buch „Drüberleben“ (mein persönliches Buch des Jahres 2012!!) abfangen zu können; 2) unbedingt einen Kaffee mit Yvonne trinken; 3) irgendwann gegen Mittag Dani und Petzi auf der Messe begrüßen; 4) 14:30 Lesung von Kai Meyer und anschließend „Asche und Phönix“ signieren lassen. Vor allem aber habe ich die große Hoffnung, Karla irgendwann zwischen ihren vielen Terminen treffen zu können!

9:00 – Mandy und ich verlassen nach dem Genuss eines großen Stückes des leckeren Erdbeerkuchens von ihrem Freund die Wohnung und machen uns mit der S-Bahn auf den Weg. In Anbetracht der Tatsache, dass ich abends ohne Mandy zurückfinden muss, merke ich mir vorsorglich Linie und in der Bahn angezeigte Haltestelle (wohin mich das am Abend dann führen wird…ich werde es Euch nicht verschweigen). Am Bahnhof dann umsteigen in die bekannte Bahn zum Messegelände und um 9:50 betreten wir die „heiligen Hallen“. Mandy begibt sich wieder direkt zu ihrem Arbeitsplatz und ich bewege mich in Richtung Halle 2. Erster Nachrichtenaustausch findet statt und überraschenderweise ist nichts mehr von den gestrigen Verbindungsproblemen zu bemerken (das wird sich dramatisch verändern).

10:10 – durch eine schon gut gefüllte Halle 2 mache ich mich auf den Weg zum Congress Center. Im Vorfeld hatte ich schon erfahren, dass die Veranstaltung belegt ist und leider zeigt mir ein weiterer Blick auf mein Handy, dass sich Kathrin auch schon im Konferenzraum befindet…schade 😦
Etwas enttäuscht pendele ich zwischen Halle 2 und Congress Center hin und her und teile Steffi mit, wo ich mich befinde. Sie schreibt, dass sie nun vor dem Konferenzraum steht, also nix wie hin. Nach der Begrüßung nehme ich von ihr mein Buch von „Drüberleben“ wieder im Empfang, welches nun leider weiterhin ohne Widmung in meine Bibliothek heimkehren wird (Kathrin, falls Du das hier lesen solltest…ich werde nicht aufgeben! 😉
Steffi erzählt, dass sie nun zur Lesung von Maggi Stiefvater in Halle 2 gehen will und ich schließe mich kurzerhand an. An der „Fantasyinsel“ angekommen, ist noch ein wenig Zeit bis zur Lesung, die Steffi nutzt, um noch ein wenig umherzustreifen und ich, um Kontaktpflege per Handy zu betreiben. Yvonne ist schon wieder voll im Termindruck und schreibt, dass vielleicht jetzt ein kurzes Treffen möglich wäre, da sie gerade bei Dan Wells zum signieren ansteht. Ein Blick in meinen Messeführer verrät mir dann, dass diese direkt um die Ecke hinter der „Fantasyinsel“ befindet! Wenn das kein Zufall ist! Ich also los an der Reihe der Wartenden vorbei und etwas abseits gestellt. Schon habe ich sie entdeckt und neben ihr erkenne ich auch noch Laura von MortalBookshelf , was mich ebenfalls sehr freut. Während ich noch überlege, ob ich hingehen soll, sind die beiden fertig und Yvonne hat mich entdeckt. Der herzlichen Begrüßung folgt dann leider auch gleich der Hinweis, dass sie nur kurz Zeit haben, da schon der nächste Termin wartet (Yvonne, daran müssen wir definitiv noch arbeiten und ich bestehe jetzt schon mal auf eine Terminabsprache für die nächste Messe – dann hoffentlich auch mit der lieben Rebekka! Aber es war sehr schön, dass wir uns getroffen und auch am Sonntag noch einmal kurz gesehen haben 🙂

Wir haben uns noch nicht ganz verabschiedet, da treten schon die nächsten bekannten Gesichter in mein Blickfeld : Sandy und Anja ! Ach wie schön, so viele tolle Menschen zu treffen! Die beiden nehmen mich mit zur Lesung von Maggie Stiefvater und bis es los geht, haben wir noch Gelegenheit zu einem netten Austausch (auch an Euch einen ganz lieben Dank! Ihr seid total sympathisch und ich freue mich auf die nächste Begegnung! ). Die Lesung zeigt mir dann umso mehr, dass ich mich unbedingt auch mal einem Buch von Miss Stiefvater zuwenden sollte und sie als Person wirkt super sympathisch!

Die Wege von Sandy, Anja und mir trennen sich nun wieder. Ich versuche per Handy wieder Kontakt mit Diana und Janine aufzunehmen und auch mit Ramona , aber diese Bemühungen werden immer wieder durch die schlechte Verbindung gestört. Dann teilt Karla mir mit, dass es heute wohl auch kein Treffen geben kann und wir verabreden uns für Sonntag (ob das noch was wird mit uns?! )

Ich versuche die Halle 2 wieder zu verlassen, doch der Tunnel, welchen ich zu diesem Zweck ansteuere, ist aufgrund des unfassbaren Andrangs auf diese Halle nur noch in eine Richtung freigegeben! Also zum nächsten Tunnel durch die Menschenmassen. In der Glashalle angekommen beschließe ich, mich mit einem Kaffee erstmal irgendwo hinzusetzen und Dani zu kontaktieren, wann sie und Petzi an der Messe ankommen werden. Zu meiner großen Freude sind sie nicht mehr weit entfernt und so bleibe ich gleich beim Eingangsbereich, wo wir uns verabredet haben. Die beiden gehören zu den Personen, auf die zu treffen ich mich besonders freue und entsprechend herzlich ist dann auch die Begrüßung, als sie mir dann endlich gegenüberstehen! Dani hat Petzi im Vorfeld schon perfekt instruiert, nach einem großen Kerl mit Glatze zu suchen 😀

Während wir uns dann langsam in Bewegung setzen, gibt es natürlich einiges zu erzählen und ich erfahre auch, dass sich unsere Gruppe noch etwas vergrößern wird. So stoßen nach einiger Zeit noch KateSharon und Linda zu uns…eine Truppe, die so toll miteinander harmoniert!! (An dieser Stelle schon mal ganz lieben Dank! Es war wirklich großartig mit Euch!!)

 

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