Auf der Planke – „Oh Schimmi“ von Teresa Präauer {Blitzlichtrezi}

Doch ich, ich werde nicht mitheulen, denn ich habe in der Küche die Tassen voller Liebe getrunken, den Esslöffel voll Geduld und den Teelöffel voller Großzügigkeit gegessen, mit einem Gläschen voll Nettigkeit gut nachgespült. Ich habe ein Viertel Lachen genommen, einen Krug voll Sorge. Und dann habe ich Willen mit Fröhlichkeit gemixt, und daher schmerzt mich nicht, was ich jetzt außerdem beobachte von meinen Tower aus.


Draußen liegt Schnee und ich kehre grad aus dem Dschungel zurück. Da hat mich dieses Buch nämlich hingeführt. Ein Dschungel aus einem Gefühlsmix, dem das obige Zitat entsprungen sein könnte.

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News from the Deck #04 – Bloggerpaten und Buchverlosung

Ahoi meine literarischen Freibeuter :-)

Unter vollen Segeln geht es immer mehr auf Kurs Richtung Leipziger Buchmesse. Turbulente Tage liegen hinter und vor allem vor mir, aber es ist „noch“ eine wohlige Anspannung. Ein wenig von der Anspannung ist ja schon weg durch das fertigstellen der Rezension meines Patenbuches …ein wirklich gutes Gefühl und ich freue mich total über die positiven Rückmeldungen dazu.
Inzwischen haben auch die 4 anderen Bloggerpaten aus der Kategorie Belletristik ihre Meinungen abgeliefert. Anlass für mich, nicht nur einen lieben Gruß hinüberzusenden, sondern auch ein kleines persönliches Fazit nach dem lesen der Rezensionen im Hinblick auf den möglichen Preisträger dieser Kategorie zu wagen. Eine endgültige Einschätzung wird es dann geben, wenn ich diese Bücher auch selber gelesen habe.
Wer mit der Aktion Bloggerpaten noch nichts anfangen kann, darf das gerne in meinen News from the Deck #02 nachlesen.

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{Rezension} Michael Wildenhain – Das Lächeln der Alligatoren

Auch frühmorgens hat er sie beobachten wollen, vor Tagesanbruch. Vielleicht beim Duschen, beim Baden im Meer, während seine Mutter noch schläft und er sich ausrechnen kann, dass das Frühstück erst in einer Stunde von der Schwester des Vermieters aufgetragen wird, alte Schachtel.

Seite 12

Was sich hier zu Beginn wie ein Szene aus einem Ferienabenteuer liest, unschuldig und pubertär, wurde letztlich keine leichte Kost und für mich im weiteren Verlauf zu einer echten Herausforderung. Ob mein Patenbuch trotzdem oder gerade deswegen den Preis der Leipziger Buchmesse 2015 bekommen sollte, verrate ich Euch erst in meinem Fazit. 😉 Was das mit dem Patenbuch auf sich hat, könnt ihr in meinen News from the Deck #02 gerne nachlesen.

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Auf der Planke – „Die Ermordung Margaret Thatchers“ von Hilary Mantel {Rezension}

Lange bevor sonst jemand aufwachte, setzte ich meine Stiefel auf den glitschigen, nassen Bürgersteig und wanderte Kilometer um Kilometer an rau verputzten, geschwärzten Doppelhäusern entlang. Hier hatten die Mülltonnen Räder, dafür waren die Autos auf Ziegeln aufgebockt.

Seite 93

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Was für ein Vergnügen ist es gewesen,

dieses Buch zu lesen!

Worte und Bilder im Kopf perfekt arrangiert!

gar selten habe ich mich so sehr geziert,

nach beendetem Kapitel es zur Seite zu legen!

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[Literaturschatz] „Adressat unbekannt“ von Kressmann Taylor

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Es gibt Bücher, die werden gelesen und an die Seite gelegt.

Dann gibt es Bücher, die einen auch nach dem lesen noch ein paar Tage gedanklich festhalten und über deren Inhalt man gerne spricht, bis einen die nächste Lektüre beschäftigt.

Und schließlich gibt es Bücher, die einen einfach nicht mehr loslassen. Auch nicht nach 3 weiteren gelesenen Lektüren. Das sind meine persönlichen Literaturschätze!

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Auf der Planke – „Aus dem Bauch heraus“ von Yessica Yeti {Rezension}

Dreißig Jahre lang habe ich mich über Ultraschallbilder lustig gemacht, weil sie immer aussehen wie „Unwetter über Toronto“, und jetzt halte ich eines in der Hand, auf dem tatsächlich etwas drauf ist. Wir drücken uns und trinken unsere Tränen.

Seite 41

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Eigentlich fasst dieses Zitat schon gut zusammen, was in diesem Buch los ist. Da sieht jemand Vaterfreuden entgegen, der sich über dreißig Jahre nie als solcher gesehen hat.

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News from the Deck #01

Ahoi meine literarischen Freibeuter 😉

In dieser Rubrik möchte ich Euch in unregelmäßigen Abständen auf dem laufenden halten, was sich so auf dem Piratenschiff getan hat…Neuzugänge, gelesene Bücher und sonstige Beutezüge. Die Links zu den jeweiligen Verlagsseiten der Bücher verbergen sich hinter den Verlagsnamen 😉

Fange ich mal an mit
Neue Beute

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Blitzlichtrezi #02 zu „der Krieg und das Mädchen“ von Jürgen Seidel

Hallo meine lieben Literaturverliebten,

Dieses Buch habe ich rezensiert für das Bücherkaffee , bei dem ich ja seit Januar zum Team dazugehören darf. Daher gibt es hier nur eine kurze Blitzlichtezi.

„Noch schläft der Krieg und träumt von tausendfacher Not. Doch nur die Zeit, bis er sich aus den blut’gen Federn wälzt. Schon morgen wetzt er wieder seine Klingen und erntet Sieg um Sieg, die aber keines Menschen Freude wecken. denn siegen wird auch diesmal nur der tausendfache Tod.“

Zitat S.29

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Ein kleiner Einblick in den Klappentext:
Tanz auf dem Pulverfass
August 1914. Endlich hat der große Krieg, den alle kommen spürten, wirklich begonnen. Das junge Paar Fritz und Mila wird gemeinsam mit so vielen anderen in den Taumel aus Kriegsbegeisterung und Feindseligkeit hineingerissen. Doch auch zwischen den beiden scheinen sich unkontrollierbare Gefühle zu erheben: Fritz erhofft sich vom Krieg eine Art Reinigung von verbotenen Gefühlen, die er nicht mal Mila anvertrauen kann, und meldet sich freiwillig an die Front. Und Mila bekommt plötzlich heftige Anfeindungen zu spüren, weil ihr Vater Franzose war und Frankreich jetzt als »Erbfeind« gilt. Als ein als Franzosenhasser bekannter Lehrer stirbt, kommt Mila in Untersuchungshaft. Hochverrat – schnell steht die Anklage im Raum …

Meine Gedanken zu dem Buch:
Jürgen Seidel war mir vor diesem Buch ehrlich gesagt als Autor noch völlig unbekannt. Daher bin ich ohne große Erwartungen oder Vorbehalte an dieses Buch herangegangen. Umso mehr war ich dann über seine wunderbare Art zu erzählen überrascht und es wird auf jeden Fall nich das letzte Buch sein, das ich von ihm gelesen habe.
Erzählt werden die Erlebnisse einer Gruppe Jugendlicher in der Phase unmittelbar vor dem 1.Weltkrieg. Da ist zum einen Mila, die als Mädchen in einer Zeit aufwächst, wo aufgrund von einigen starken und selbstbewussten Frauen das klassische Rollenbild der Frau anfängt Risse zu bekommen. Sie lebt allein mit ihrer Mutter in einer kleinen Mietwohnung und ihr verstorbener Vater war Franzose. Möglicherweise ist diese Abstammung auch der Hauptgrund für ihre Bestrebungen nach freiheitlichen Gedanken, denen sie einen entsprechenden Raum durch die Gründung des Künstlerkreises die „Somnambulen“ geben möchte. 
Zu diesem Künstlerkreis gehört neben einigen anderen jungen Männern auch Fritz, den mit Mila bis zu einem einschneidenden Erlebnis mehr als nur Freundschaft verbindet, ohne dass diese Beziehung bisher intimere Kontakte erlebt hätte. Diese ersehnt sich Fritz nach besagtem Erlebnis lieber mit seinem Kameraden Rasmus Bloemacher…

Die vollständige Rezension findet ihr hier

Ich hoffe, dass ich Euch neugierig auf das Buch machen konnte 😉

Liebe Grüße,
Euer Chris